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Wenn der Grillgeruch den Nachbarn stört

22Mai

Ob auf den Balkonen der Großstadt oder in den Gärten der Einfamilienhaussiedlungen auf dem Land: an den Wochenenden mehren sich die Rauchzeichen und es riecht überall nach über Holzkohlefeuer gebratenem Fleisch oder Gemüse.

 

Sommer naht, die Grillsaison ist eröffnet. Damit es aber beim Genuss im Freien keinen Ärger gibt mit den Nachbarn oder dem Vermieter, gibt Bernard Homann, Vorstandsmitglied des IVD West aus Münster, im Folgenden einige Tipps und Hinweise. Damit Sie es sich in Ruhe und guten Gewissens schmecken lassen können.

Denn das Grillen wird immer dann problematisch, wenn Nachbarn die Belästigung durch Rauch oder Gerüche als unzumutbar empfinden. Auch kann das Brutzeln über Holzkohle  vom Vermieter als ein „vertragswidriger Gebrauch“ eingestuft werden. Allerdings müssen diejenigen, die sich gestört fühlen, die Unzumutbarkeit auch beweisen.

„In der Zeit von April bis September einmal im Monat zu grillen, sollte in der Regel kein Problem darstellen. Geben Sie aber Ihren Nachbarn rechtzeitig zuvor Bescheid“, rät Bernard Homann. Grundsätzlich hilft auch ein Blick in Mietvertrag oder Hausordnung – denn das Grillen kann dort wirksam eingeschränkt oder verboten sein. Außerdem gilt es, die generellen Ruhezeiten einzuhalten: Nach 22:00 Uhr sollte es auf Balkon oder Terrasse ruhig zugehen.

 Auch im eigenen Garten gibt es keinen Freibrief für die Grillnutzung. Rücksichtnahme auf die Bewohner angrenzender Grundstücke ist hier ebenfalls Pflicht. Besonderes Augenmerk ist dabei auf die Rauchentwicklung zu legen, rät Homann. Denn wenn dichte Rauchschwaden durch geöffnete Fenster ins Nachbarhaus ziehen, wird das bis dahin friedliche Zusammenleben auf eine empfindliche Probe gestellt. Wer also nicht zu häufig den eigenen Grill befeuert, dabei reichlich Abstand zum Nachbarn hält, auf die Rauchentwicklung achtet und auch Lärmbelästigungen vermeidet – der ist beim Grillgenuss auf relativ sicherer Seite.

 

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