Was genau ist eigentlich ein Grundbuch?

6 März
Was genau ist eigentlich ein Grundbuch?

Wer zum ersten Mal im Leben ein eigenes Häuschen kauft, lernt spätestens dann das so genannte Grundbuch kennen. Auch wenn das Finanzielle schon erledigt und der Kaufvertrag beim Notar unterschrieben  ist, fehlt doch noch ein wesentlicher Schritt, damit aus dem Eigenheim auch Eigentum wird. Denn neben dem notariell beglaubigten Kaufvertrag ist der Eintrag ins Grundbuch notwendige Voraussetzung, um offizieller Eigentümer einer Immobilie oder eines Grundstücks zu werden. Dabei wird auch die Grundbucheintragung vom Notar veranlasst und abgewickelt.

 

„Unter einem Grundbuch versteht man ein Register, in welches Grundstücksrechte eingetragen werden“, zitiert Bernard Homann, Vorstandsmitglied des IVD West aus Münster, die kürzest mögliche juristische Definition. Das so genannte Grundbuch, also das Register, das aus einzelnen, einem jeweiligen Grundstück zugeordneten Blättern besteht, wird in der Regel beim regional zuständigen Amtsgericht geführt. Das einzelne Grundbuchblatt besteht dabei aus einem Deckblatt, einem Bestandsverzeichnis und den eigentlichen inhaltlichen Eintragungen. Letztere sind in drei Abteilungen untergliedert.

 

In Abteilung 1 des Grundbuchs sind die jeweils aktuellen Eigentumsverhältnisse an einem Grundstück verzeichnet. Ebenso ist dort vermerkt, wie es zum „Eigentumsübergang“ kam: ob dies durch einen Erbfall, durch Erwerb oder mittels einer Schenkung geschah.
In der 2. Abteilung betreffen die Eintragungen Verfügungsbeschränkungen  und Lasten, die auf einem Grundstück liegen. Dabei kann es sich beispielsweise um Wege- und Leitungsrechte, um Wohn- und Nutzungsrechte oder um die Vereinbarung zur Zahlung einer Leibrente handeln. Ebenfalls werden dort Vormerkungen – wie z.B. eine Auflassungsvormerkung, die auf den zukünftigen Eigentumsübergang hinweist – eingetragen.
Abteilung III des Grundbuchs schließlich  enthält die Angaben über Grundschulden und Grundpfandrechte. Letztere dienen Banken zur Absicherung von Immobilienkrediten. Die Grundschuld ist die exakte Höhe des ursprünglichen Darlehens, welches der Eigentümer seinem Kreditinstitut schuldet.

 

„Der Grundbucheintrag ist übrigens kostenpflichtig“, merkt Homann an. Die Höhe dieser letzten der so genannten Kaufnebenkosten hängt wesentlich vom Kaufpreis ab. Zusammen mit den Notarkosten fallen dafür circa 1 bis 1,5 Prozent des für die Immobilie gezahlten Preises an. Dafür besteht dann Dank des Grundbucheintrags auch ein großes Maß an Sicherheit für den neuen Eigentümer. Bernard Homann: „Verglichen mit anderen Ländern, in denen es häufig zu Auseinandersetzungen um Eigentumsverhältnisse kommt, ist dies schon ein großer Wert an sich.“

 

 

 

 

Ansprechpartner:

Joerg Utecht

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon (0221) 95 14 97-14

E-Mail: utecht@ivd-west.net

 

Über den IVD West

Der Immobilienverband IVD West e.V. mit Sitz in Köln ist die regionale Untergliederung des IVD Bundesverbands, der größten Berufsorganisation und Interessenvertretung der Beratungs- und Dienstleistungsberufe in der Immobilienwirtschaft in Deutschland. Der IVD West vertritt ca. 1.600 Mitgliedsunternehmen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Zu den Mitgliedsunternehmen zählen Immobilienberater, Immobilienmakler, Bauträger, Immobilienverwalter, Finanzdienstleister und Bewertungs-Sachverständige und viele weitere Berufsgruppen der Immobilienwirtschaft. Die Aufnahme in den IVD erfolgt nach Abschluss einer umfassenden Sach- und Fachkundeprüfung und gegen Nachweis des Abschlusses einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung. Der vollständige Name des Verbandes lautet: „Immobilienverband Deutschland IVD Verband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen Region West e.V.“. Der IVD ist 2004 hervorgegangen aus den Traditionsverbänden Verband Deutscher Makler (VDM) und Ring Deutscher Makler (RDM). Der IVD blickt somit auf eine langjährige Historie zurück. Der RDM hat sich 1924 gegründet.

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