WN, 26.07.2022 / Trotz steigender Zinsen, Inflation und Vorgaben der Bafin gegenüber den Banken sowie Unsicherheiten aufgrund des Ukraine-Krieges bleibt die Immobilienwirtschaft in der Region stark.

27 Juli
WN, 26.07.2022 / Trotz steigender Zinsen, Inflation und Vorgaben der Bafin gegenüber den Banken sowie Unsicherheiten aufgrund des Ukraine-Krieges bleibt die Immobilienwirtschaft in der Region stark.

Die Marktgängigkeit einzelner Objekte war lange aufgrund der Niedrigzins-Phase gegeben. Diese Zeiten sind jetzt vorbei. Immobilien, die den aktuellen Top-Anforderungen an Ausstattung und Lage nicht mehr erfüllen, sind somit die Verlierer. Hier gehen die Preise runter. Bei den Verkäufern macht sich derzeit die Unsicherheit darüber breit, ob der richtige Zeitpunkt zum Verkauf verpasst wurde. Und Bestandshalter beschäftigt die Frage der Bedingungen bei einer Prolongation.

Aufgrund steigender Zinsen, Inflation und Vorgaben der Bafin gegenüber den Banken sowie Unsicherheiten aufgrund des Ukraine-Krieges sind die Eigenkapitalanforderungen der Banken gestiegen.

„Jetzt gilt es, sorgfältiger abzuwägen, in welche Nutzungsarten und Objekte sich eine Investition lohnt, gleichermaßen welche Verkaufsoptionen sich aufzeigen. Objekte werden derzeit ganz genau geprüft, besonders hinsichtlich Drittverwendungsfähigkeit und Nachhaltigkeit. Auch wird die Zusammenarbeit mit den Banken intensiver und ein erhöhter Beratungsbedarf durch uns als Immobilienmarktexperten rückt in den Fokus“, sagt Bernard H. Homann, geschäftsführender Gesellschafter und Gründer von Homann Immobilien, dem traditionellen Immobilienmakler mit Sitz am Servatiiplatz 7. Das erfahrene und qualifizierte Team aus Baufinanzierungs- und Immobilienexperten um Bernard H. Homann kümmert sich um Verkauf, Bewertung und Beratung im Bereich Immobilien – und das schon seit Ende der 1970er-Jahre.

„Wenn eine Immobilie nicht mehr wirtschaftlich ist, gehen die Preise runter. Das beobachten wir derzeit am Markt. In Zeiten, in denen Wertsteigerungsperspektiven weniger aussichtsreich erscheinen, werden die Eigenschaften und ´Netto´-Renditen der Immobilien beim Ankauf kritischer betrachtet und geraten schneller unter preislichen Anpassungsdruck. So entsteht eine Marktteilung in das weiterhin hochpreisige Segment und in fallende Werte bei nicht mehr marktgängigen Objekten“, ergänzt Bernard Homann abschließend.

Insgesamt sei in Münster eine erhöhte Nachfrage durch den Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen, die auch in der nächsten Zeit weitere Preissteigerungen erwarten lasse. „Dies wird auch durch die aktuelle Studie „Postbank Wohnatlas“ bestätigt, die für Münster eine durchweg positive Entwicklung bis 2035 voraussagt“, so Homann. Zwar können sich bei steigenden Baufinanzierungszinsen weniger Menschen eine Immobilie leisten. Aber der Bevölkerungszuwachs gleiche dieses wieder aus. Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen im Bestand liegen durchschnittlich bei zirka 4.500 Euro pro Quadratmeter, in der Spitze bei etwa 8.500 Euro. Die Kaufpreise für Neubau-Wohnungen sind im Schnitt bei 6.000 Euro angesiedelt und können je nach Exklusivität bis auf 8.000 bis 10.000 Euro steigen. „Die Durchschnittswerte für freistehende Einfamilienhäuser liegen bei etwa 675.000 Euro. Wohn- und Geschäftshäuser sowie Mehrfamilienhäuser sind nach wie vor gefragt. Sie werden durchschnittlich zum 28- bis 35-fachen des Jahresrohertrages gehandelt“, führt Homann aus. Die Spitzenmieten in gefragten Lagen, wie zum Beispiel die Sentruper Höhe, das Kreuzviertel oder Mauritz, liegen bei rund 18,50 Euro pro Quadratmeter.

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